Dramaqueen
Gesiedet am 24.08.2012
Tata ... darf ich vorstellen: meine Dramaqueen. Nicht nur, dass sie dramatisch aussieht, sie hat auch ordentlich gezickt und wollte gar nicht aus der Form kommen. Nach drei Tagen habe ich die Geduld mit Mrs. Drama verloren und sie gandenlos eingefroren. Allerdings war ich natürlich nicht ganz unschuldig daran, dass diese Seife so weich war. Irgendwie hatte ich bei der Rezeptzusammenstellung vergessen, dass viel Schmalz in der Seife dazu führt, dass es ewig dauert, bis diese hart wird. Weshalb ich ja dann auch meist etwas Sole verwende. Diesmal habe ich das glatt vergessen und dann noch aus Versehen ca. 2% Rizinusöl zuviel in die Fettmischung gegossen. Also kein Wunder ... Die Seife wird halt länger dauern zum trockenen, aber dann wahrscheinlich üppig schäumen.

Das Design der Seife ist einem Secret Swirl zu verdanken. Allerdings habe ich den Leim in Schichten eingegossen und dann den Kleiderbügel einmal von oben nach unten und wieder zurück aus der Form gezogen. Die Fettzusammenstellung ist eine alte Bekannte: 30% Schmalz, 22 % Kokosöl, 20% Rapsöl, 20% Mandelöl, 5% Rizinusöl, 3% Stearin. Der weiße Teil ist ungefärbt, für Schwarz habe ich diesmal Seifenfärbepulver verwendet und für Lila das Pigment Ultramarin Violet gemischt mit Titanoxid. Beduftet ist meine Dramaqueen mit den ätherischen Ölen Orange, Krauseminze, Bergamotte und Amyris.
Steirisches Mantra
Gesiedet am 26.08.2012
Wir waren vor zwei Wochen in der Steiermark und haben uns dort unter anderem auch mit leckerem Kürbiskernöl eingedeckt. Ich konnte nicht anders und musste einen Teil von diesem edlen Öl verseifen. Die Berichte von Einölseifen aus Kürbiskernöl haben mich schon länger beeindruckt. Es soll ja zu relativ harten, üppig schäumenden und pflegenden Seifen führen. Nur meist wird vor dem Gerucht gewarnt, den ich aber sehr gerne mag.
Nach meinem ersten Versuch mit diesem Öl muss ich sagen, dass ich schon jetzt sehr positiv gestimmt bin. Die Seife ist schön glatt und duftet herrlich nach Nüssen. Die weggehobelten Späne habe ich bereits angewaschen und die Seife schäumt schon nach zwei Tagen üppig und scheint die Haut nicht zu strapazieren. Das lässt vermuten, dass dies eine milde Seife wird, wenn sie in einigen Wochen dann tatsächlich verwendet werden kann.
Verseift habe ich je 25% Babassu, Raps und Kürbiskernöl, so wie 20% Sheabutter und 5% Rizinusöl. Die Lauge habe ich mit 1/3 Sole und 2/3 Wasser angerührt. Der helle oberen Teil der Seife ist mit ein wenig TiO2 aufgehellt.
Cosmic Girl
Gesiedet am 26.08.2012
Na, was soll ich sagen? Geplant war ein Peacock Swirl mit Naturfarben. Geworden ists na ja ... eben cosmisch. Eigentlich lief alles ganz gut bis ich den Deckel des Divis auf die Seife gelegt und dabei vergessen habe, die Trennstäbe vorher einzusetzen. Jeder der schon mit Divi gearbeite hat, kann sich vorstellen, was mit einem Swirl passiert, wenn vollflächig eine Plastikplatte darauf fällt.

Ich hab einiges abgehobelt und so die Seife vor der Tonne gerettet. Und das
Projekt Peacock Swirl werde ich neu in Angriff nehmen. Irgendwann mal ...
Und der Vollständigkeit halber hier noch das Rezept: 20% Babassu, 10% Shea, 10% Palmkernöl, 30% Sonnenblumenöl High OLEIC und 30% Sesamöl. 10% überfettet. Beduftet mit dem PÖ Rose, Lavendel und Hagebutte von GM (riecht für mich wie rosa Kaugummi). Als Farbe habe ich Alkanna- und Annatto-Ölauszüge verwendet.